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Sachverständiger und Gutachter für IT und Software

Angreifbare Infrastruktur

Angreifbare Infrastruktur: Warum Sicherheit jetzt Priorität hat


Angreifbare Infrastruktur: Warum Sicherheit jetzt Priorität hat
Angreifbare Infrastruktur!

In einer vernetzten Welt sind viele Unternehmen stark von ihrer IT-Infrastruktur abhängig. Doch genau dort lauern Risiken: Eine schlecht gesicherte oder verteilte Infrastruktur kann zum Einfallstor für Angreifer werden. Hier erkläre ich, was „angreifbare Infrastruktur“ bedeutet, warum sie entsteht und wie man sie wirksam absichert.


Warum das Risiko wächst

Komplexität: Moderne Architekturen kombinieren Cloud-Dienste, Containerisierung, Edge-Computing und hybride Modelle.

Geschwindigkeit: Hohe Release-Taktiken erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Konfigurationsfehlern.

Wertvolle Ziele: Kritische Anwendungen, Finanzdaten und Kundendaten machen Infrastruktur attraktiv für Angreifer.

Menschliche Faktoren: Fehlverhalten, Phishing unzureichende Schulung.




Was bedeutet „angreifbare Infrastruktur“?

  • Veraltete Systeme: Betriebssysteme, Anwendungen oder Firmware, die nicht mehr unterstützt werden, sind anfällig für bekannte Schwachstellen.

  • Fragmentierte Umgebungen: Unterschiedliche Clouds, On-Premises-Lunden und Remote-Arbeitsplätze erhöhen die Angriffsfläche.

  • Falsche Konfigurationen: Offen konfigurierte Ports, unnötige Dienste oder Standard-Accounts erleichtern Missbrauch.

  • Fehlende Segmentierung: Breite Zugriffswege innerhalb eines Netzwerks ermöglichen lateral movement nach einem ersten Einbruch.

  • Unzureichendes Secrets-Management: Klartext-Passwörter, verstreute API-Schlüssel oder schlecht geschützte Tokens bieten einfache Zugangspunkte.

  • Schwache Automatisierung: Fehlende Standard- und Sicherheitstests bei Deployments führen zu wiederkehrenden Fehlern.

  • Mangelnde Transparenz: Ohne zentrale Übersicht über Assets, Abhängigkeiten und Schwachstellen fehlen Priorisierung und Gegenmaßnahmen.


Praktische Anzeichen einer angreifbaren Infrastruktur

  • Unklare Asset-Listen und veraltete Inventare.

  • Offen gelegte Netzwerkschnittstellen oder Ports.

  • Nicht gepatchte Systeme oder EOL-Software.

  • Fehlende oder unzureichende MFA und Secrets-Management.

  • Unautorisierte Änderungen an Konfigurationen oder Infrastruktur-as-Code.

  • Wiederkehrende Sicherheitswarnungen ohne nachvollziehbare Behebung.


Schritte zur Absicherung

  • Bestandsaufnahme und Risikobewertung: Erfasse alle Systeme, Anwendungen und Datenflüsse. Priorisiere nach Kritikalität.

  • Patch-Management und End-of-Life-Strategien: Halte Systeme aktuell oder ersetze sie rechtzeitig.

  • Netzsegmentierung und Zero Trust: Reduziere lateral movement durch klare Segmentierung und strikte Zugriffskontrollen.

  • Sichere Konfigurationen: Standard- und sichere Basiskonfigurationen festlegen; regelmäßig testen.

  • Secrets-Management: Gesicherte Speicherung von Passwörtern, API-Schlüsseln und Tokens; starke Richtlinien.

  • Monitoring und Detektion: Kontinuierliches Monitoring, Anomalie-Erkennung und zeitnahe Reaktion.

  • Automatisierte Sicherheitsprüfungen: Regelmäßige Scans, IaC-Reviews, Sicherheitstests und Penetrationstests.

  • Backup und Wiederherstellung: Offsite-Backups, regelmäßige Restore-Tests, Notfallpläne.

  • Schulung und Awareness: Sensibilisierung der Mitarbeitenden für Phishing, sichere Passwörter und Verhalten bei Vorfällen.

  • Audits und Governance: Dokumentation von Entscheidungen, Compliance-Prüfungen und regelmäßige Reviews.


Vorteile einer robusten Infrastruktur

  • Höhere Resilienz: Weniger Ausfallzeiten und schnellere Wiederherstellung nach Vorfällen.

  • Bessere Sicherheit: Weniger Eintrittspunkte, restriktivere Zugriffe und bessere Geheimnisverwaltung.

  • Kosteneffizienz: Vermeidung von teuren Vorfällen, klarere Kosten durch transparente Lastauslastung.

  • Vertrauen und Compliance: Erfüllte Vorgaben,Audits leichter bestanden und Kundensicherheit erhöht.


Praktische Tipps für den Start

  • Führe eine Asset-Inventory durch und dokumentiere Abhängigkeiten.

  • Definiere zentrale Sicherheitsrichtlinien (Patch-Management, Secrets-Handling, Zugriffskontrollen).

  • Implementiere Network Segmentation und MFA dort, wo sensible Systeme liegen.

  • Nutze Infrastructure-as-Code mit integrierten Sicherheitschecks (Shift-Left-Ansatz).

  • Plane regelmäßige Security-Drills und Incident-Response-Übungen.


Fazit:

Eine angreifbare Infrastruktur ist ein Risikofaktor, der oft durch organisatorische Blindstellen,

 



1 Kommentar

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Büro-Klischees
05. Jan.
Mit 5 von 5 Sternen bewertet.

Es wäre schön, wenn der Artikel noch konkrete Fallbeispiele aus der Praxis oder Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Privatpersonen ergänzen würde. Vielen Dank!

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