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Blogbeiträge (27)

  • Risiko Smart Glasses

    Smart Glasses - Kamera-Brille - Heimliche Aufnahmen - Datenschutz - Risiko und Nutzen Risiko Smart Glasses - Datenschutz Smart Glasses ( Kamera-Brille ) mit Fokus-Funktionen und integrierten Displays kombinieren smarte Technologie mit automatischer oder manueller Schärfeeinstellung für unterschiedliche Sehbedürfnisse. Die KI- & Kamera-Brillen versprechen Komfort und neue Möglichkeiten, doch mit ihnen gehen auch bedeutende Risiken einher. Hier ein kompakter Überblick über die wichtigsten Bedenken und wie man ihnen begegnen kann. Heimliche Aufnahmen und Überwachung Risiko: Viele Smart Glasses verfügen über Kameras und Mikrofone, oft mit hoher Verdeckung. Dies erleichtert versehentliche oder absichtliche Aufnahmen von Personen, Gesprächen oder sensiblen Situationen, ohne dass andere davon wissen. Folgen: Verletzung der Privatsphäre, Vertrauensverlust, potenzielle rechtliche Schritte bei unerlaubter Aufnahme (insbesondere in Ländern mit strengen Datenschutzgesetzen). Datenschutz und Datensicherheit Datenerhebung: Geräte sammeln oft Standortdaten, Audiodaten, Bilder, Metadaten von Apps und Nutzungsverhalten. Weitergabe/Verarbeitung: Daten können an Hersteller, Cloud-Dienste oder Drittanbieter weitergeleitet werden. Risiko von Unsicherheit bei Datenspeicherung, -zugriff und -löschung. Sicherheitslücken: Firmware- und App-Schwachstellen können Hackern denselben Zugang ermöglichen wie legitimen Anwendungen. Transparenz und Einwilligung Problem: Missverständnisse, wer welche Daten zu welchem Zweck erhält, sind häufig schwer nachvollziehbar. Folge: Vertrauensprobleme in Alltagssituationen (z. B. in Cafés, Meetings, öffentlichen Verkehrsmitteln). Arbeitsplatz- und soziale Auswirkungen Arbeitsplatzüberwachung: Arbeitgeber könnten Smart Glasses für Produktivitätsmessungen, Leistungsüberwachung oder Verhaltensanalysen einsetzen. Soziales Miteinander: Blicklenkung, routinierte Foto-/Videoaufnahmen im Freundeskreis können zu Unbehagen oder Konflikten führen. Kontrolle über Inhalte und Nutzung Verlust- und Diebstahlrisiko: Geräte sind oft klein, kapseln sensible Daten lokal oder in der Cloud. Unbefugte Nutzung: Wenn Geräte geklaut oder gehackt werden, besteht Gefahr von Missbrauch (Aufnahmen, Spionage, Phishing über verknüpfte Konten). Abhängigkeit und gesundheitliche Aspekte Abhängigkeit von Always-on-Informationszugriff kann zu Ablenkung, vermindertem Situationsbewusstsein oder Ermüdung führen. Augen- und Kopfschmerzen durch lange Nutzung, potenzielle Belastungen durch Wearables in bestimmten Situationen. Rechtslage und Ethik Datenschutzgesetze variieren stark (z. B. DSGVO in der EU). In vielen Jurisdiktionen gelten strikte Regeln zu Aufnahmen, Datensammlung und Einwilligung. Ethik: Selbstbestimmung des Gegenübers, transparente Nutzung, klare Regeln für Veröffentlichung von aufgenommenem Material. Richtlinien für Nutzer und Hersteller Transparenz: Geräte-Displays, klare Hinweise bei Aufnahmen, sichtbare Anzeichen, wenn die Kamera aktiv ist. Einwilligung ermöglichen: Leichte Möglichkeiten, das Mikrofon/ die Kamera ganz oder teilweise zu deaktivieren; einfache Opt-out-Optionen. Lokale Speicherung minimieren: Verzögerte/ optionale Cloud-Synchronisation, Verschlüsselung, robuste Zugriffskontrollen. Datenschutz-by-Design: Minimierung von Datenerhebung, starke Authentifizierung, regelmäßige Sicherheitsupdates. Benutzerfreundliche Datenschutzeinstellungen: Einfache Menüs, klare Beschreibungen, Standard-Privatsphäre-Einstellungen. Verantwortungsbewusste Nutzungskultur: Schulungen, klare Verhaltensregeln in Büros und öffentlichen Räumen. Praktische Tipps für Privatsphäre im Alltag Prüfe Berechtigungen: Kamera- und Mikrofonzugriffe nur aktiv, wenn nötig. Deaktiviere oder schütze: Wenn du nicht fotografieren musst, nutze den Privacy-Modus. Sei transparent: Informiere Personen im Umfeld, wenn du aufnimmst (wo sinnvoll und gesetzlich vorgeschrieben). Nutze Datenschutzfeatures: Lokale Speicherung, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, regelmäßige Updates. Achte auf Rechtslage: Kenne lokale Gesetze zu Aufnahmen, Einwilligung und Verboten (z. B. in sensiblen Bereichen). Fazit: Smart Glasses bieten spannende Möglichkeiten, bringen aber erhebliche Risiken für Privatsphäre, Datenschutz und Sicherheit mit sich. Informierte Nutzung, transparente Technologien und klare rechtliche/ethische Leitplanken sind entscheidend, um Nutzen zu maximieren und Schaden zu minimieren. Technologische Kernbegriffe (Technologie & Optik) AR (Augmented Reality): Die Einblendung digitaler Inhalte in die reale Welt. MR (Mixed Reality): Die Verschmelzung und Interaktion zwischen realen und virtuellen Objekten. Waveguide-Technologie: Die optische Methode, mit der das Bild in die Brillengläser projiziert wird. Autofokus / Flüssigkristallgläser: Linsen, die ihre Schärfe automatisch an die Blickrichtung anpassen (wichtig bei Presbyopie). Dioptrien-Einstellung: Manuelle oder digitale Korrektur der Sehstärke direkt an der Brille. HUD (Head-Up-Display): Ein transparentes Display im Sichtfeld für Kurzinformationen (z. B. Navigation). Funktionen & Ausstattung KI-Integration / Sprachassistent: Steuerung via Künstlicher Intelligenz (z. B. Meta AI). Kamera-Brille / Videobrille: Smart Glasses, die primär zum Aufnehmen von Fotos und First-Person-Videos dienen. Open-Ear-Audio: In den Brillenbügel integrierte Lautsprecher, die das Ohr freilassen. Eye-Tracking: Blickerfassung zur Steuerung von Menüs oder zur Fokusanpassung. Gestensteuerung: Bedienung durch Handbewegungen oder Wischgesten am Bügel. Anwendungsbereiche (Use Cases) Smart Glasses für Brillenträger: Modelle, die mit optischer Sehstärke verglast werden können. Enterprise / Industrie AR: Einsatz in der Logistik (Pick-by-Vision), Fernwartung oder Medizin. Smart Glasses Navigation: Einblendung von Pfeilen direkt im Sichtfeld beim Radfahren oder Gehen. Gaming & Entertainment: Brillen, die als virtueller Riesenbildschirm für Konsolen oder Streaming dienen. Top-Marken & Modelle (Stand 2026) Ray-Ban Meta: Der aktuelle Marktführer im Bereich der Lifestyle- und Audio-Kamerabrillen. Xreal (z. B. Air-Serie, One Pro): Führend bei tragbaren AR-Displays für Medien und Gaming. Vuzix / RealWear: Die Standardmarken für den industriellen und professionellen B2B-Einsatz. Apple Vision Pro / Meta Quest: Obwohl es eigenständige Headsets sind, fallen sie oft unter die übergeordneten Suchbegriffe für Spatial Computing. Ralf Ebken Sachverständigenbüro IT-NordWest © 2024 - 2026

  • KI-Vorfälle: Was uns die jüngsten Ereignisse lehren

    KI-Vorfälle: Was uns die jüngsten Ereignisse lehren KI-Vorfälle: Was uns die jüngsten Ereignisse lehren Künstliche Intelligenz begegnet uns längst nicht mehr nur in Technikzeitschriften, sondern präsenter, denn je in Alltag, Wirtschaft und Politik. Mit zunehmender Reife der Modelle und wachsender Verbreitung steigen auch die Risiken: Fehlentscheidungen, Bias, Sicherheitslücken und Missbrauchsmöglichkeiten sind längst keine Randthemen mehr. In diesem Blogbeitrag skizziere ich die typischen Muster aktueller Vorfälle, warum sie passieren, welche Folgen sie haben und wie Unternehmen, Politik und Nutzer besser damit umgehen können. Was wir typischerweise sehen Bias* und Diskriminierung in KI-Systemen *Bias (Verzerrung) und Diskriminierung in KI-Systemen bedeuten, dass Algorithmen bestimmte Gruppen von Menschen unabsichtlich oder absichtlich benachteiligen. Problemfeld: Modelle, die auf historischen Daten trainiert sind, reproduzieren oft bestehende Vorurteile oder Diskriminierungen (z. B. bei Recruiting- oder Kreditentscheidungen). Folgen: Ungerecht verteilte Chancen, Vertrauensverlust, regulatorische Prüfung. Gegenmaßnahmen: Transparente Datenquellen, Audits durch unabhängige Dachexperten, Fairness-Metriken, strengere Governance. Fehl- oder Desinformationen durch KI-generierte Inhalte Problemfeld: Generative Modelle erstellen täuschend echte Texte, Bilder oder Videos, die Nutzende in Fehlinformationen treiben oder Rufschädigung verursachen. Folgen: Verbreitung schädlicher Falschmeldungen, Manipulation von Märkten oder Wahlen, Vertrauensverlust in Online-Inhalte. Gegenmaßnahmen: Wasserzeichen, Erkennung von KI-generierten Inhalten, mikrodosierte Verifizierung, klare Kennzeichnungspflichten. Sicherheitslücken und Angriffen auf KI-Systeme Problemfeld: Modelle können durch Prompting, Backdoors oder Dataset Poisoning manipuliert werden, oft ohne sichtbare Hinweise. Folgen: Ungenaue Empfehlungen, Manipulation von Systementscheidungen, Datenschutzverletzungen. Gegenmaßnahmen: Sicherheitsdurchstich, Red-Team-Tests, robuste Trainingstechniken, Fehlermanagement und Incident-Response-Pläne. Datenschutz und Datenverwendung Problemfeld: Modelle werden mit großen Datensätzen trainiert, die personenbezogene Informationen enthalten können. Oft fehlt Transparenz darüber, welche Daten genutzt wurden. Folgen: Verstöße gegen Datenschutzgesetze, Vertrauensverlust, rechtliche Risiken. Gegenmaßnahmen: Privacy-by-design, Datenminimierung, effektive Zweckbindung, klare Opt-out-Optionen. Automatisierte Entscheidungen in Hochrisikobereichen Problemfeld: KI-gestützte Entscheidungen in Bereichen wie Gesundheit, Recht oder Finanzen können gravierende Auswirkungen haben, wenn Modelle falsch kalibriert sind. Folgen: Fehldiagnosen, falsche juristische Bewertungen, finanzielle Verluste. Gegenmaßnahmen: Mensch-in-the-loop-Ansätze, Transparenz bei Entscheidungsgrundlagen, streng validierte Modelle, unabhängige Evaluationen. Warum diese Vorfälle passieren Datenqualität und Verzerrungen: Modelle lernen aus vorhandenen Daten – wenn diese verzerrt oder unvollständig sind, spiegeln sich diese Muster wider. Komplexität der Systeme: KI-Ökosysteme bestehen aus vielen Komponenten (Daten, Training, Prompt-Verarbeitung, Deployment, Monitoring). Fehler an einer Stelle können sich ausweiten. Fehlende Governance: Schnelles Deployment ohne ausreichende Ethik-, Rechts- und Sicherheitsprüfungen führt zu unvorhergesehenen Problemen. Anwendungsvielfalt: Von Gesundheitsanwendungen bis hin zu autonomen Fahrzeugen – die Bandbreite macht Standardlösungen oft schwierig. Missbrauchspotenzial: Systeme können absichtlich oder versehentlich in schädlicher Weise genutzt werden. Was bedeutet das praktisch für Organisationen Transparenz und Responsible AI: Entwickeln Sie klare Leitlinien, wer Entscheidungen trifft, welche Daten genutzt werden und wie Ergebnisse erklärt werden können. Governance-Boards: Ein bereits etabliertes Setup aus Ethik-, Datenschutz- und Sicherheitsexperten, die Modelle vor dem Rollout prüfen. Risikobasierte Freigabeprozesse: Je höher die potenziellen Auswirkungen, desto strengere Tests, Audits und Freigaben. Monitoring im Echtzeitmodus: Kontinuierliche Überwachung, Alarme bei Abweichungen, schnelle Incident-Response. Nutzerorientierte Kommunikation: Offene Hinweise, wie KI-Unterstützung funktioniert und wo menschliche Aufsicht nötig ist. Regulierung und gesellschaftliche Perspektiven Regulierung nimmt zu: Datenschutznormen, Transparenzpflichten und Anforderungen an Audits werden häufiger gesetzlich verankert. Verantwortung teilen: Hersteller, Betreiber und Nutzende tragen gemeinsam Verantwortung. Offene Meldesysteme für Vorfälle und Feedback-Kanäle stärken das System insgesamt. Bildung und Kompetenz: Medienkompetenz, technisches Grundverständnis und Ethik sollten in Schul- und Hochschulbildung stärker verankert werden. Ausblick Fortschritte in der Sicherheit: Bessere Robustheit, erklärbare KI (Explainable AI) und neue Trainingstechniken helfen, Risiken zu reduzieren. Mehr Transparenz: Kennzeichnungen, Audit-Reports und standardisierte Metriken werden häufiger. Kooperation statt Konkurrenz: Internationale Zusammenarbeit bei Sicherheitsstandards, Datentransferregeln und ethischen Fragen wird wichtiger. FazitAktuelle Vorfälle in der KI-Landschaft erinnern daran, dass technischer Fortschritt eng mit Verantwortung, Transparenz und Governance verbunden ist. Mit robusten Prozessen, klaren Verantwortlichkeiten und einem Fokus auf Sicherheit lässt sich das Risiko mindern, während gleichzeitig Nutzen und Innovation erhalten bleiben.

  • ERP und KI

    KI trifft ERP: Wie künstliche Intelligenz das Arbeiten mit kaufmännischer ERP-Software verändert ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) sind das Rückgrat vieler Unternehmen: Buchhaltung, Beschaffung, Lager, Produktion, Vertrieb — all das läuft in einem zentralen System. Seit einigen Jahren verändert KI die Art, wie wir mit diesen Systemen arbeiten: Von smarter Datenanalyse über automatisierte Prozesse bis hin zu prädiktiven Erkenntnissen, die Entscheidungsprozesse verbessern. In diesem Beitrag schauen wir, wie KI ERP-Arbeit konkret verändert, welche Vorteile entstehen und worauf Unternehmen und Anwender achten sollten. Was bedeutet KI-unterstütztes ERP? Automatisierte Datenverarbeitung: KI hilft, Daten aus verschiedensten Quellen zu harmonisieren, Dubletten zu erkennen und fehlerhafte Einträge zu korrigieren. Intelligente Assistenten: KI-gestützte Chatbots oder virtuelle Assistenten führen Endnutzer durch Aufgaben wie Reportings, Dateneingaben oder Genehmigungsprozesse. Prädiktive Analytik: Vorhersagen zu Umsatz, Cashflow, Bestand oder Beschaffungsbedarf ermöglichen proaktives Handeln. Optimierte Geschäftsprozesse: KI identifiziert Engpässe, empfiehlt Optimierungen und passt Workflows in Echtzeit an. Selbstlernende Modelle: Mit der Zeit verbessern sich Vorhersagen und Entscheidungsvorschläge durch kontinuierliches Lernen aus neuen Daten. Bereiche, in denen KI ERP arbeitserleichtert Finanz- und Treasury-Management: Automatisierte Kontenabstimmung, anomaly detection bei Transaktionen, prädiktive Liquiditätsplanung. Beschaffung und Einkauf: Bedarfsvorhersage, Preisprognosen, Optimierung von Lieferantenmix, automatisierte Bestellvorschläge. Lager und Logistik: Bestandsoptimierung, automatische Nachbestellung, Routenoptimierung, KI-gesteuerte Chargen- und Lieferterminplanung. Vertrieb und Kundenservice: Preisoptimierung, Rabattvorschläge basierend auf historischer Profitabilität, KI-gestützte Auftragsabwicklung. Produktion und Fertigung: Kapazitätsplanung, Wartungsprognosen, Qualitätskennzahlen in Echtzeit. Controlling und Reporting: Automatisierte Dashboards, Abweichungsanalysen, kontinuierliche Bilanz- und Kennzahlen-Updates. Typische KI-Funktionen direkt im ERP-UX Natural Language Processing (NLP): Formulare, Berichte oder Dashboards lassen sich per Sprache oder einfache Textbefehle bedienen. Automatisierte Buchungen: KI erkennt Muster und führt routinemäßige Buchungsvorgänge prozessual durch (z. B. Reisekosten, Lieferantenrechnungen) – mit menschlicher Prüfung als Control. Anomalie-Erkennung: Ungewöhnliche Transaktionen werden sofort gemeldet, um Betrug oder Fehler frühzeitig zu stoppen. Prognosemodelle: Absatz-, Beschaffungs- oder Debitoren-Prognosen werden im System berechnet und visualisiert. Robotic Process Automation (RPA) ergänzend: KI-gestützte Automatisierung steigert Effizienz dort, wo Routineaufgaben zwar sichtbar sind, aber nicht vollständig integriert. Nutzen für Unternehmen und Anwender Zeit- und Kostenersparnis: Automatisierung repetitiver Aufgaben reduziert manuelle Arbeitslast. Genauigkeit und Compliance: KI reduziert Tippfehler, verbessert Datenkonsistenz und unterstützt regulatorische Anforderungen. Bessere Entscheidungen: Präzise Prognosen, “was-wäre-wenn”-Analysen und Echtzeit-Einblicke erleichtern strategische Entscheidungen. Schnellere Reaktionsfähigkeit: Engpässe oder Budgetsituationen können frühzeitig erkannt und adressiert werden. Transparenz und Governance: Verbesserte Audit-Trails, nachvollziehbare Entscheidungswege durch erklärbare KI. Praxisbeispiele aus der Praxis Debitorenbuchhaltung: KI identifiziert wiederkehrende Muster in Zahlungszielen, schlägt optimierte Mahnläufe vor und automatisiert Teilzahlungen, während der Mensch die Ausnahmen prüft. Beschaffung: Ein KI-Modell prognostiziert saisonale Bedarfsschwankungen und erstellt automatische Bestellvorschläge mit Lieferantenvorschlägen, Preisen und Lieferzeiten. Lagerlogistik: KI-basiertes Slotting optimiert die Lagerplatzzuordnung, minimiert Suchzeiten und reduziert Durchlaufzeiten. Produktionsplanung: Kapazitätsengpässe werden frühzeitig erkannt; KI schlägt alternative Produktionslinien oder Terminverschiebungen vor, um Liefertermine zu sichern. Cashflow-Controlling: Prädiktive Modelle liefern frühzeitig Warnsignale für Liquiditätsengpässe und schlagen Gegenmaßnahmen vor. Anforderungen an Datenqualität und Infrastruktur Saubere Stammdaten: KI kann nur so gut arbeiten wie die Daten, auf die sie zugreift. Dubletten, fehlende Felder und inkonsistente Bezeichnungen müssen reduziert werden. Integration und Interoperabilität: APIs, standardisierte Datenmodelle und eventbasierte Architekturen erleichtern die Verbindung von ERP mit KI-Modulen, BI-Tools und externen Systemen. Skalierbarkeit und Performance: Rechenleistung und Speicherbedarf steigen mit KI, daher sind adäquate Ressourcen wichtig. Sicherheit und Datenschutz: Zugriffskontrollen, Datenverschlüsselung, Protokollierung und DSGVO-konforme Datenverarbeitung sind essenziell. Transparenz / Explainability: Nutzer sollten nachvollziehen können, wie KI-Entscheidungen zustande kommen, besonders bei finanziellen oder rechtsrelevanten Prozessen. Herausforderungen und typische Stolpersteine Change Management: Mitarbeitende könnten Skepsis gegenüber KI haben. Frühe Einbindung, Schulungen und klare Nutzenargumente helfen. Fehlende Standardisierung: Unterschiedliche ERP-Module und individuelle Customizations erschweren KI-Integrationen. Overfitting und Drift: Modelle müssen regelmäßig überwacht, aktualisiert und validiert werden, damit sie relevant bleiben. Abhängigkeit von Anbietern: Bindung an proprietäre KI-Lösungen kann langfristige Flexibilität reduzieren; Offenheit und API-Verfügbarkeit sind wichtig. Datenschutzrisiken: Sensible Finanz- und Kundendaten müssen geschützt und verantwortungsvoll genutzt werden. Best Practices für Unternehmen Start small, scale fast: Wähle ein überschaubares Pilotprojekt (z. B. Debitorenbuchhaltung oder Beschaffung) und migriere schrittweise weitere Bereiche. Datenqualität zuerst: Führe eine Datenbereinigungsphase durch, definiere klare Datenmodelle und Standardprozesse. Mensch-in-the-Loop behalten: KI soll unterstützen, nicht ersetzen. Definiere klare Freigabeprozesse und Checks. Governance und Ethik: Lege Verantwortlichkeiten fest, dokumentiere Entscheidungswege der KI und sorge für Fairness-Transparenz. Weiterbildung fördern: Schulungen für Anwender in Datenkompetenz, Tool-Nutzung und Interpretierbarkeit von Ergebnissen. Kontinuierliches Monitoring: Metriken wie Genauigkeit der Vorhersagen, Zeitersparnis, Fehlerquote und Nutzerzufriedenheit regelmäßig messen. Ausblick: Die nächste Evolutionsstufe Kontextbewusstsein: KI wird Kontext aus mehreren Modulen ziehen (Finanzen, Beschaffung, Vertrieb) und ganzheitliche Optimierungsvorschläge liefern. Automatisierte Planungsräume: End-to-End-Pläne von Beschaffung bis Auslieferung werden in Echtzeit angepasst, basierend auf KI-Insights. Arbeiten mit KI wird normal: Die akkurate Nutzung von KI wird in Schulungsprogrammen zur Standardkompetenz gehören, ähnlich wie früher Excel-Kenntnisse. Ethik- und Compliance-Standards: Branchen- und länderspezifische Standards helfen, KI sicherer und verantwortungsvoller einzusetzen. Fazit: KI verändert das Arbeiten mit kaufmännischer ERP-Software grundlegend: Von smarter Datenaufbereitung und automatisierten Routineprozessen bis hin zu fundierten Vorhersagen und ganzheitlicher Prozessoptimierung. Wer früh in qualitativ hochwertige Daten, offene Integrationen und eine klare Change-Management-Strategie investiert, kann ERP mit KI deutlich effizienter, transparenter und zukunftssicher gestalten. Ralf Ebken Sachverständigenbüro IT-NordWest © 2024 - 2026

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  • Biografie | Sachverständigenbüro IT-NordWest

    Biografie des IT-Sachverständigen Ralf Ebken aus Westerstede. Gutachter für IT-Systeme, ERP-Software und kaufmännische Lösungen. Unabhängige Softwareberatung für Unternehmen. Biografie Ralf Ebken Sachverständiger / Gutachter für Informationstechnologie Mitglied der Gesellschaft Union in Oldenburg. Mitglied der Business Software Alliance Seit 1997 Ausbilder (IHK) Für IT-Berufe (Fachinformatiker) Info Biografie 1987 - 1994 Computer Zapf, Oldenburg, Technischer Leiter 1994 - 1995 Borchers IT-Consulting, Westerstede, Technischer Leiter 1995 - 1995 Steinhoff International, ITSM 1995 - 1997 BSH EDV-Technik, Westerstede, Geschäftsinhaber 1996 - 2001 Rhein Main Rechenzentrum, Frankfurt/Main, Interimsmanager 1997 - 2006 Sachverständigen Büro, Westerstede, Sachverständiger / Gutachter 1997 - 2011 BSH Systemhaus GmbH, Westerstede, Geschäftsführender Gesellschafter 2004 - 2014 BT-IT Service GmbH, Rastede, Geschäftsführender Gesellschafter 2005 - 2011 BSH Bremer Systemhaus GmbH, Bremen, Geschäftsführender Gesellschafter 2014 - 2025 BT-IT GmbH, Rastede, Geschäftsführer 2025 - Sachverständigenbüro IT-NordWest, Westerstede, Sachverständiger / Gutachter zurück Sachverständiger und Gutachter für IT und Software - Sachverständigenbüro IT-NordWest aus Westerstede.

  • Kontakt | Sachverständigenbüro IT-NordWest

    IT-Sachverständiger Ralf Ebken in Westerstede. Gutachten für IT-Systeme, ERP-Software und kaufmännische Lösungen. Unabhängige Softwareberatung für Unternehmen Kontaktieren Sie uns! Beratungstermin vereinbaren Kontakt aufnehmen Telefonnummer +49 (0) 4488 840796 +49 (0) 171 715 77 40 Anschrift Sachverständigenbüro IT-NordWest Eibenstrasse 9 26655 Westerstede Postfach 1467 E-Mail-Adresse it-nordwest@mail.de Justiz-Postfach des Sachverständigenbüros IT-NordWest. Postfach ID und Name: Ralf Ebken. Das Justizpostfach ermöglicht die verschlüsselte Kommunikation zwischen der Justiz, Behörden, Anwälten, Notaren und Sachverständigen auf höchstem Sicherheitsniveau. Verantwortlich: Bundesministerium des Innern und für Heimat Alt-Moabit 140 10557 Berlin Vorname Unternehmen Nachname Justiz-Postfach SAFE-ID E-Mail Telefonnummer Nachricht Ich erkläre mich damit einverstanden, dass meine eingegebenen Daten gemäß der Datenschutzrichtlinie verarbeitet werden, diese Zustimmung beinhaltet, dass meine Personenbezogenen Daten gesammelt, gespeichert und für den Zweck der Bearbeitung meiner Anfrage verwendet werden dürfen. Ich bin mir bewustt, dass ich meine Einwilligung jederzeit widerufen kann. Senden Vielen Dank für Ihre Nachricht. zurück Sachverständiger und Gutachter für IT und Software - Sachverständigenbüro IT-NordWest aus Westerstede.

  • Barrierefreiheit | Sachverständigenbüro IT-NordWest

    IT-Sachverständiger Ralf Ebken in Westerstede. Gutachten für IT-Systeme, ERP-Software und kaufmännische Lösungen. Unabhängige Softwareberatung für Unternehmen Barrierefreiheit Erklärung zur Barrierefreiheit der Webseite www.gutachtennordwest.de Das Sachverständigenbüro IT-NordWest legt großen Wert darauf, dass unsere Webseiten für alle Nutzerinnen und Nutzer zugänglich sind. Deshalb haben wir uns bemüht, die Seite barrierefrei zu gestalten, um Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten eine einfache Nutzung zu ermöglichen. Was bedeutet Barrierefreiheit? Barrierefreiheit bedeutet, dass unsere Webseite so gestaltet ist, dass sie auch von Menschen mit Einschränkungen, wie Seh- oder Hörbehinderungen, motorischen Einschränkungen oder kognitiven Beeinträchtigungen, problemlos genutzt werden kann. Maßnahmen, die wir ergriffen haben: Klare und verständliche Navigation, die auch mit Tastatur bedienbar ist Ausreichender Farbkontrast zwischen Text und Hintergrund, um die Lesbarkeit zu verbessern. Verwendung von Überschriften und strukturierten Inhalten, um die Orientierung zu erleichtern. Alternativtexte für Bilder, damit Screenreader die Inhalte vorlesen können. Responsive Gestaltung, sodass die Webseite auf verschiedenen Endgeräten gut funktioniert. Was können Sie tun, wenn Sie Schwierigkeiten haben? Falls Sie auf unserer Webseite auf Barrieren stoßen oder Unterstützung benötigen, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren. Wir sind gerne bereit, Ihnen weiterzuhelfen und sicherzustellen, dass Sie alle Informationen erhalten. Unser Ziel Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Zugänglichkeit unserer Webseite zu verbessern, damit alle Menschen die Inhalte problemlos nutzen können. zurück

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